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FREIWILLIGE FEUERWEHR
HELMARSHAUSEN
Freiwillige Feuerwehr Helmarshausen
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75 Jahre Freiwillige Feuerwehr:
Tolles Festwochende

Am Ende hatte die Freiwillige Feuerwehr Helmarshausen nur einen Wunsch zu ihrem runden Geburtstag: "Wenn die Bevölkerung uns weiterhin unterstützt, dann sind wir auch in 75 Jahren noch für Euch da", sagte der Vereinsvorsitzende Wolfgang Becher zum Abschluss des Festkommers' am Samstag. Und auch Bürgermeister Ullrich Otto bat die Helmarshäuser Einwohner, weiterhin zur Feuerwehr zu stehen, damit die Klosterburgstadt weiterhin "sicher und lebenswert bleibt."

75 Jahre ehrenamtlicher Brandschutz in Helmarshausen - das runde Jubiläum feierte die Helmarshäuser Wehr mit einem zweitägigen Fest: Am Samstag, 5. September, waren vor allem Feuerwehren und Vereine nach Helmarshausen gekommen. Nachmittags gab es ein Spiel ohne Grenzen, bei dem gleichsam Geschicklichkeit und Köpfchen gefragt waren: Blind Go-Kart fahren, Wasser per Regenrinne oder Luftballon transportieren, Gegenstäne merken und schnell in die Feuerschutzkleidung schlüpfen waren einige Aufgaben. Am Ende siegte der Schützenverein Helmarshausen vor dem Löschzug Eickel und der Leichtathletik-Jugend des MTSV.

Parallel zum Spiel ohne Grenzen startete die erste "Feuerwehr-Dreiländerrundfahrt". Zum ersten Mal veranstaltete die Feuerwehr Helmarshausen zu ihrem Jubiläum ein Oldtimertreffen. Die Fahrzeuge - von historischen DKW-Pumpen über Opel-Blitz LF 8 bis zur Henschel-Drehleiter - boten den Gästen nicht nur einen Augenschmaus bei der Oldtimerausstellung, sondern gingen auch auf große Fahrt: Der MSC Weser-Diemel im ADAC e.V. hatte eine etwa 60 Kilometer lange Rundfahrtstrecke durch das Dreiländereck ausgearbeitet. Auch hier hatten die Oldtimergruppen ein paar Aufgaben zu knacken. Mit Heimvorteil siegten am Ende drei Teilnehmer aus dem Altkreis Hofgeismar: Die Wehr Reinhardshagen (LF 8 Iveco-Magirus-Deutz) vor der Feuerwehr Gieselwerder (GTLF Magirus-Deutz) und der Wehr Helmarshausen (GW VW T2).

Bevor am Samstagabend bei guter Stimmun und musikalischer Unterhaltung von "Tom und Gerry" ordentlich gefeiert wurde, blickte die Feuerwehr bei einem Festakt auf ihre 75-jährige Geschichte zurück: Rolf Gobrecht (1955 bis 1965 in der Wehr aktiv), Wilfreid Hohmeister (1966 bis 2009 in der Wehr, davon lange Jahre Wehrführer und Stadtbrandinspektor) und Frank Dittroch (seit 2000 Feuerwehrmann) gaben auf unterhaltsame Weise Einblicke in ihr Feuerwehrleben und damit in die Geschichte der Wehr. So berichtete Gobrecht etwa vom ersten Feuerwehrfahrzeug, das oft zu Einsätzen geschoben werden musste, oder von der Überführungsfahrt des neuen Opel-Blitz LF 8 1963, bei der die Helmarshäuser Feuerwehrleute ihr letztes Geld zusammenkratzen mussten, um noch einmal nachtanken und so nach Helmarshausen gelangen zu können. Hohmeister zeigte die Entwicklung von der LF 8-Wehr zur modernen drei-Fahrzeug-Feuerwehr auf, ging aber auch auf die vielen Feste, die von der Freiwilligen Feuerwehr Helmarshausen veranstaltet wurden, ein. Schließlich fielen auch die Gründung der Jugendfeuerwehr 1977 und der Beginn der Freundschaft mit den Wehren aus Jaderberg (1980) und Bad Suderode (1990) in diese Epoche. Frank Dittrich machte schließlich anhand vierer Paar Stiefel die Entwicklung der Feuerwehr im vergangenen Jahrzehnt deutlich. In einer kleinen - nicht ganz ernst gemeinten - Umfrage hatte er zuvor seine Kameraden nach deren Zukunftswünschen gefragt: Eine Drehleiter, ein Rüstwagen, eine Kinderspielecke und Rutschstangen - die würden von den Kindergartenkindern bei der Brandschutzerziehung immer gesucht - standen ganz oben auf der Wunschliste.

Auch Wehrführer Andreas Hohmeister hob in seiner Ansprache hervor, dass Feuerwehr mehr sei, als nur der Einsatz- und Übungsdienst, sondern auch Kameradschaft und Freundschaft und eine sinnvole Freizeitgestaltung im Gegensatz zur Ellenbogen- und Spaßgesellschaft. Dank sprach Hohmeister den Lebenspartnern der Feuerwehrleute und der Stadt Bad Karlshafen für die Unterstützung der ehrenamtlichen Feuerwehrarbeit aus.

Diesen Dank gab Bürgermeister Ullrich Otto an die Feuerwehr zurück: Die Stadt sei stolz auf ihre Feuerwehr, die seit 75 Jahren eine große Verantwortung trage. "Wir brauchen Euch", rief Otto den Wehrleuten zu. Aus der Politik überbrachten auch die Landtagsabgeordnete Brigitte Hofmeyer und die Kreisbeigeordnete Christa Oehler Glückwünsche an die Feuerwehr Helmarshausen. Hofmeyer betonte besonders den sozialen Aspekt, den die Jugendarbeit der Wehr Helmarshausen leiste. Oehler hob noch einmal die Bereicherung des kulturllen Lebens in der Stadt durch die Feuerwehr heraus.

Auch Kreisbrandinspektor Claus Stuhlmann, der Kreisverbandsvorsitzende Axel Schindehütte, Stadtbrandinspektor Stephan Pedall und Delegationen von Feuerwehren aus der Umgebung gratulierten der Helmarshäuser Wehr. Besondere Geburtstagsgrüße überbrachten auch die beiden Partnerfeuerwehren aus Herne-Eickel und Jaderberg.

Ehrungen

Kreisjugendfeuerwehrwart Timo Wenzel zeichnete den im Januar aus seinm Amt geschiedenen bisherigen Helmarshäuser Jugendwart Frank Pitz für dessen Engagement in der Jugendarbeit mit der Floriansmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr aus. Außerdem erhielten Wolfgang Geidel das eiserne, Jan Seela das bronzene und Michael Klöckner das silberne Feuerwehrleistungsabzeichen.

Am Sonntag wurden die Helmarshäuser wie in alten Zeiten zum Feuerwehrfest gerufen: Mit seiner alten Zündapp chauffierte Wilfried Hohmeister Ferdinand Kaiser durch die Stadt, der - wie bis in die 60er Jahre hinein - mit einem Horn "die Feuerwehr alarmierte" und auf das Jubiläumsfest aufmerksam machte. Natürlich waren beide standesgemäß mit Blaumann, Koppel und schwarzem Helm gekleidet.

Dem "Alarmruf" folgten im Laufe des Tages viele Bürger und Gäste: Vormittags sorgte die BigBand "Meg Nuts" der Feuerwehr Melsungen beim Frühschoppen für starken Big-Band-Sound und Swing-Musik und begeisterte damit die Gäste. Nebenbei zeigte die Feuerwehr ihre Fahrzeuge, eine Ausstellung zur Geschichte der Wehr und auch die Oldtimer waren wieder zu sehen. Kaffee und selbstgebackene Kuchen und Torten lockten dann am Nachmittag viele Gäste ins Feuerwehrhaus, sodass am Ende alle Kuchen aufgegessen waren. Die Jugendfeuerwehr zeigte bei einer Übung, dass auch in Zukunft niemand Angst um den Brandschutz haben muss, und löschte ein eigens zusammengebasteltes und in Brand gesetztes Holzhäuschen. Später führte eine Gruppe der Einsatzabteilung vor, wie eingeklemmte Personen schonend aus einem verunfallten Pkw gerettet werden können.

Außerdem gab es noch einige musikalische Geburtstagsgeschenke: Die Cheerleader "Blue Lights" aus Jaderberg begeisterten mit ihrem Auftritt genauso das Publikum wie der ev. Kindergarten Helmarshausen. Die Mädchen und Jungen mit ihren Erzieherinnen bereiteten der Feuerwehr "das schönste Geburtstagsgeschenk" (Wolfgang Becher) und überraschten die Wehr mit einer selbst gebastelten Urkunde und einem Ständchen von der "Fi-Fa-Feuerwehr". Damit wollte sich der Kindergarten für die gute Zusammenarbeit bei der Brandschutzerziehung und beim Martinsfest bedanken. Schließlich brachte auch der Spielmannszug des MTSV der Feuerwehr ein Überraschungs-Ständchen. Am späten Nachmittag klang die Jubiläumsfeier dann aus.

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EINSÄTZE
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Unwettereinsatz
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Rückbau Ölsperre
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07.10.21:
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